Honey Blonde haben den Rock and Roll nicht neu erfunden, aber spielen Rockmusik so, wie sie sein sollte: Laut, kraftvoll und mit überzeugender Vielfalt. Die Songs sind aggressiv wie ein Türsteher, melancholisch wie Bono und tanzbar wie deine Lieblings-Indieband. Vor allem aber sind sie eines: Positiv. Denn fernab von Genregrenzen steht der Spaß an Musik und Performance an erster Stelle, und an diesem Grundsatz lässt diese Band in keinem Moment ihres Schaffens zweifeln. Es wird gerockt, und das vor 2 Leuten in Jugendhaus, vor 200 im Club oder auch mal alleine unter der Dusche. Der typische Blonde-Sound definiert sich aus allem, was in den prägenden Jahren der Bandmitglieder tierisch abgegangen ist: Von Tool, Pearl Jam und Alice in Chains über die Deftones, Limp Bizkit und die Beatsteaks.  Dass dieses Konzept zu 110% aufgeht liegt aber vor allem an einer ekstatischen Show, welche die Jungs seit Ende 2009 im süddeutschen Raum regelmäßig an den Tag legen.

Im Dezember 2011 erscheint das im renommierten Soundsight Studio aufgenomme Debütalbum “All Engines Running”. Mit der Hilfe von Armin Rave und Sebastian Fieck hinter den Reglern gelingt es der Band, die verschiedenen musikalischen Aspekte zu einem kompromisslosen Rock-Album zu vereinen. Dabei besticht die Produktion durch einen modernen sowie lebendigen Sound, bei dem es an keiner Stelle an Tiefgang und Dynamik mangelt.

„All Engines Running“  ist ein straightes aber ebenso vielseitiges Rock-Album. Die 10 Songs überzeugen mit durchweg spannenden Melodien, mal durch harte Gitarren-Riffs, mal durch interessante Dynamiken, aber genau so oft durch die kraftvollen Vocals. Der Sound von „All Engines Running“ ist neu, modern und erinnert hier und dort an die glorreichen nu-metal und post-grunge Alben der Jahrtausendwende. Dieses Album hinterlässt einen bleibenden Eindruck – etwas bekanntes, aber ohne abgedroschen zu klingen.

Lineup:

Luis Bachmann – Vocals

Karlis Butins – Guitar

Kai Ru Fuong – Guitar

Maik Deck – Bass

Jan Hanusch – Drums